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Bücherei der Stadt Stockerau und des ÖGB - Chronik

Geschichte der öffentlichen Bücherei

Bereits nach dem ersten Weltkrieg hat die Stadtgemeinde eine umfangreiche öffentliche Bibliothek geführt. Über viertausend Bände waren der Bestand 1925.
Bildung nahm von Beginn an einen wichtigen Stellenwert in der Arbeiterbewegung ein das ging mit einer hohen Wertschätzung des Buches einher. Vielerorts wurden Bibliotheken ins Leben gerufen. Diese Entwicklung ist auch in Stockerau nachvollziehbar.
Infolge der politischen Gegensätze wurde die Leihbücherei vor 1938 eingestellt. Danach wurde wieder von vorne begonnen.

Niembschhof ChronikGeschichte des Niembschhof

Am 18.September 1965 wurde die Stadtbücherei an ihrem heutigen Standort, im Niembschhof, eröffnet. Die Geschichte dieses Gebäudes ist eng mit der militärischen Vergangenheit der Stadt verbunden. Stockerau war, bis auf einige kurze Perioden, wo Infanterie stationiert war, immer eine „Reiterstadt“. In über 270 Jahren, wo Stockerau eine Garnison war, beherrschte die Kavallerie das Stadtbild. Der Niembschhof, benannt nach dem Großvater von Nikolaus Lenau, Oberst Niemsch von Strehlenau, geht auf eine k.u.k. Cavallerie-Kaserne zurück.

Der große zweigeschossige Komplex mit 2 Innenhöfen, wurde 1721 bis 1724 nach dem Normplan von Jakob Prandtauer errichtet. Seit 1767 war dort der Sitz der Ökonomie-Hauptkommission. Von 1871 bis 1875 erfolgten weitere Zu- und Umbauten. Bis 1945 war der Niemschhof Kavalleriekaserne, dann wurde er von der Stadt erworben und von 1958 bis 1961 für Wohnzwecke adaptiert.